Digitalisierung als Enabler für neue Erlösmodelle

Industrial Goods

01. Februar 2021

In einer aktuellen Future Business Studie stellt der VDMA vier digitale Erlösmodelle vor, die schon heute hohe Relevanz für den deutschen Nahrungsmittelverband haben und auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Das plattformbasierte Erlösmodell umfasst die Option, dass sich Hersteller und Anwender der Maschine via Plattform verbinden. Über diese Verbindung werden Informationen bzgl. Maschinendaten, Produkten (z.B. Ersatzteilen) und Dienstleistungen (z.B. Wartung) ausgetauscht – und das in Echtzeit. Zusätzlich besteht für Maschinenhersteller die Option über einen Online-Marktplatz eigene Produkte bzw. die Produkte von Service Partnern zu vermarkten sowie relevante Informationen (z.B. Kundendaten) oder Einstellungen auf einer (cloudbasierten) Datashare-Plattform zu speichern.

Das datengetriebene Erlösmodell, welches sich speziell auf Sammlung, Auswertung und ggf. Darstellung von Maschinendaten konzentriert, hilft Maschinenherstellern dabei, Daten direkt zu monetarisieren, indem die generierten Erkenntnisse via Fernwartung, Predicitive Maintenance oder anderen intelligenten Tools verkauft werden können.

Die Service- oder auch Betreibermodelle stellen das nächste erfolgsversprechende Erlösmodell dar. Kernziele sind Steigerung der Wertschöpfung und Potenziale des sog. “Share of wallet” optimal auszuschöpfen. Im Einzelnen können die Modelle unterschiedlich ausgestaltet sein, der Service reicht von der Vermietung der Maschine bis hin zum vollen Betrieb durch den Lieferanten. Zentrale Fragen, nach der konkreten Leistungserbringung und der -abrechnung, die bei Modellen aufkommen, müssen demnach miteinander verknüpft werden.

Das vierte Modell, das Know-How-basierte Erlösmodell greift – wie der Name bereits vermuten lässt – auf vorhandenes geistiges Eigentum zurück, um weitere wiederkehrende Einnahmequellen zu schaffen. Bedeutet im Detail, dass der Hersteller Know-How-basierte Dienstleistungen in Form von Schulungen oder Beratungen verkauft. Insbesondere mit Blick auf die aktuelle Problematik bzgl. fehlender Fach- und Führungskräfte und des herrschenden “War for Talents” könnte dieses Modell gegenwärtig und künftig einen großen Einfluss haben.

(STRATEGIEN FÜR DEN DEUTSCHEN NAHRUNGSMITTELMASCHINENBAU 2035 – Teil 2 der VDMA Future Business Studie „Deutscher Nahrungsmittelmaschinenbau 2035: Branchen-Zukunftsbilder für den Maschinen- und Anlagenbau, S. 24)

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